Montag, 14. September 2009

Eine mittlere Katastrophe

Es machte krach, knirsch, sreiiii, funkte und qualmte etwas dann machte ich den Motor aus. Beim aushobeln von ein paar Leisten für die Duchtwäger fetzte es meine gute alte Kombihobelmaschine.
Hobelmaschine
Ein Zahnrad für den Antrieb der Einzugswalze war(ist immer noch) verbogen, die Antriebskette vom Motor verdreht und völlig dichtgeknallt und der Motor qualmte etwas bevor ich ihn ausmachen konnte.
Ich werde die Maschine zum Hersteller(Scheppach) schicken müssen. Es muss mit Sicherheit eine neue Einzugswalze rein, neue Lager und der Motor muss auch gecheckt werden. Allerdings, im Leerlauf ohne Antriebsriemen drehte er schön rund. Was der 3PS Motor aber bei harter Belastung macht weiß ich nicht. Möglicherweise stinkt er noch mal kurz und geht dann zu den abgewrackten Kollegen in den Motorenhimmel. Das kann man erst feststellen wenn die Walze und die Kette und das ganze Zeug wieder läuft. Leider ist da so einiges vernietet und nicht wirklich wartungsfreundlich ausgeführt sonst könnte ich das auch selber machen. Aber es ist nun mal eine Maschine aus dem Hobbybereich die auch annähernd ihre 25 Jahre auf dem Buckel hat und da macht das eine oder andere Teil schon mal die Grätsche.
Es wird nach Auskunft des Herstellers etwa 3 Wochen dauern bis die Reparaturen durchgeführt sind. Von den Kosten den 120Kg Klotz ins Allgäu zu versenden, dort zu reparieren und wieder zurück zu holen will ich erst mal gar nix wissen.
Nun kann ich zunächst nur dort weitermachen wo ich schon ein paar Teile vorbereitet habe und mein schöner Plan von letzter Woche ist im Eimer.

Mittwoch, 9. September 2009

Überlegungen

Kaum ist man aus dem Urlaub zurück hat einen die Welt wieder. Ich hatte mir für diese und die letzte Woche eigentlich viel vorgenommen kam dann aber irgendwie nicht so recht weiter.
Die Duchtwäger wollten nicht so recht und die Fußbodenauflagen auch nicht und der Schwertkasten auch nicht. Dabei hatte ich mir das geistig alles schön zurechtgelegt.
Aber, die Höhe des Schwertkastens ist abhängig von der Montagehöhe der Sitzduchten dessen Positionen aber nicht vermasst sind und zunächst ermittelt werden müssen. Die Duchtwäger selber müssen konvex geformt an die Planken geleimt werden wobei der Sitz in der Längsrichtung abhängig ist vom Sitz des Mastes weil dieser in der Mitte der vorderen Sitzducht durchgesteckt wird. Also muss zunächst der Sitz des Mastes definiert werden dann kann ich erst die Lage und auch die Länge der vorderen Sitzduchten bestimmen weil diese wiederum abhängig ist von der Biegung der Planken zum Bug. Die Sitzducht und die Duchtwäger laufen nämlich nicht im rechten Winkel zueinander sondern im schrägen Winkel. Dann geht mein schönes Mahagoniholz zur Neige und ich versuchte zunächst die Sitzduchten aus 4 mm Sägefurnier direkt in die konvexe Form zu verleimen was aber auch nicht so recht funktionierte weil durch das ansetzen der Schraubzwinge sich die Plankenseite verzogen hätte. Da muss ich wohl oder übel an meine letzten Reserven des Mahagonis gehen. Was dann aber wirklich eng wird weil ich auch noch diverse Leisten und Stützen daraus fertigen muss.
Der Schwertkasten kann erst danach angefertigt werden denn er wird in der Höhe an den Sitzduchten ausgerichtet. Auch dafür brauch ich noch Mahagonileisten weis aber noch nicht genau in welchem Mass.
Der Sitz der Fußbodenauflagen kann erst bestimmt werden wenn der Schwertkasten sitzt weil zwei davon genau davor und dahinter kommen. Die Zeichnungen des Designers sind allerdings über die Länge der Auflagen unterschiedlich aussagend und darüber hinaus sollen die sechs Auflagen auch formverleimt werden was den letzten Rest des 4er Sägefurniers auffrisst. Mir kommen die Auflagen allerdings etwas spindelig vor und wahrscheinlich muss ich sie 6-fach verleimen anstatt, wie zuerst angenommen, nur 3-fach. Was bedeutet das ich zumindest die vorderen Sitzduchten doch aus Massivholz machen muss weil mir sonst auch das 4er Furnier nicht mehr ausreicht. Das könnte allerdings bedeuten das mir dann etwas Massivholz fehlt für die achterlichen Knie welche den Spiegel und die Dollbordleisten verbinden sollen.
Klingt alles ein bisschen kompliziert?
Ist es auch.

Samstag, 5. September 2009

Es geht weiter

Der Urlaub ist zuende und das kleine Bootche wartet seit etwa 4 Wochen auf meine Rückkehr. Heute war mal wieder ein Regentag angesagt und da gab es eine Kellerrunde. Ich machte heute alles was Krach macht. Den Grobzuschnitt des Ruderblattes und des Steckschwertes, zuschneiden und aushobeln der Escheleisten für die Ruderpinne, diverse Zuschnitte für Kleinteile und die Scheuerleisten wurden auch noch gleich mit der Fräse abgerundet.
Eine konnte ich noch vor dem Feierabend anleimen. So kann sie über Nacht aushärten und ich kann die Schraubzwingen morgen weiterverwenden für die zweite.
Randleiste
Es wird. Es wird.

Dienstag, 4. August 2009

Es ist ein Boot

In der Tat. Nachdem es nun richtig herum steht kann man es eindeutig erkennen. Die Rundungen sind da wo sie hingehören und sie sind geradezu betörend. Jetzt weis ich auch warum Bootche weiblich sind :-)
Ein-Boot
Es fehlen noch die Scheuerleisten an der oberen Planke und sämtliche Innereien wie die Sitzbänke, der Schwertkasten, die Bodenbretter, der Mast und die Spieren. Vorher kommt allerdings noch das lästige abschleifen der Epoxireste.
Davor kommt allerdings erst mein Urlaub an der Ostsee. Man muss ja auch mal segeln und nicht nur Segelbootche bauen gell?

Donnerstag, 30. Juli 2009

Knie

Sodele, das erste Knie ist verleimt. Ich verwende dazu 2,5er Sapeli-Mahagonifurnier. Es ist zwar etwas dunkler als das bisher verwendete Sipo aber das macht jetzt nix. Die Knie sitzen später an der Bordinnenwand und werden mit den Sitzbänken aus Douglasie verbunden.
Die Verleimung der dünnen Furnierlagen ist ein totaler Scheiss. Bis die beidseitig eingestrichenen Furnierlagen zusammengelegt und in der Form sind bin ich mit total mit Epoxi verschmiert. Die zusammengesetzten dünnen Furnierlagen sind quasi ein einziger Kleberhaufen.
Knieverleimung
Ich befürchte allerdings das die Verleimung so nix wird. Das Presstück ist zu unflexibel und die einzelnen Lagen sind nicht überall press zusammen. Ich werde wohl zunächst ein anderes Zulagenstück verleimen müssen das flexibel ist und die Furniere besser zusammenpresst. Sonst habe ich offene Fugen.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Scheuerleiste

Die erste Leiste in Esche von insgesamt sechs sitzt.
Die Leiste benötigt sehr viele Klemmen und Zwingen weil sie durch den starken Twist verdreht und ohne Druck nicht überall sauber anliegen würde.
Scheuerleiste
Die unterste(oberste)Leiste am Plankenrand wird geleimt wenn der Rumpf gedreht ist. Dann kann ich die Schraubzwingen besser ansetzen und die Leiste genauer am Rand ausrichten.

Montag, 27. Juli 2009

Material und Farbenspielchen

Auf die letzte Planke soll noch eine Zierleiste und dann am Griffrand die innere und äussere Randleiste kommen. Nachdem ich mein verbleibendes Mahagoni ausgemessen habe stellte ich fest das ich dann nichts gescheites mehr übrig habe für das Ruderblatt. So musste ich mir zunächst über die weitere Vorgehensweise ein paar Gedanken machen.
Ich überlegte hin und her wie ich alternativ das Ruderblatt machen sollte. Aus 15er Sperrholz oben mit etwas massivem Mahagoni aufgedoppelt oder doch lieber komplett aus massivem Mahagoni, sauber verleimt und vielleicht mit hellen Adern im Stoss dazwischengelegt. Die Ruderpinne soll ja auch Formverleimt werden und klassischerweise bekommen die einzelnen Lagen eine helle Schicht dazwischen. Die äusseren und inneren Zierleisten an der oberen Planke aus Mahagoni oder farblich abgesetzt in schönen hellen Escheleisten die später einen Kontrast geben zu dem dunkelroten Mahagoni?
Während ich so hin und her überlegte machte ich zwischenzeitlich die Formschablone für die Knie welche die Bordwand mit den Sitzbänken verbinden und eine Verleimvorrichtung für eine schön geschwungene Ruderpinne dessen Bogenlinie ich auch erst in mehreren Versuchen festlegen musste. Schließlich soll die ja auch etwas fürs Auge werden gell?
Pinnenschablone
Fest stand jedenfalls das der vorhandene Rest der fetten Mahagonibohle von 4,5 Metern nicht ausreicht um alles herauszuschneiden was ich noch brauchte. Der Verschnitt ist doch ernorm groß bei solchen Sachen.
So machte ich einen Kurztrip zu einem Holz- und Furnierhändler in der Nähe um mal zu gucken was zu holen ähh zu machen ist. Ich brauchte sowieso noch etwas 2,5er Furnier für die Formverleimung der Knie.
Für einen Hobbybootchebauer wie mich war es mal wieder wie im Paradies. Edelste Furniere aller Art stapelten sich in einer klimatisierten Halle. Feinstes Kirschbaum saß neben schwarzem Nussbaum und etwa 5 verschiedenen Ahornarten und Zirbelkiefern. Die Tropenhölzer von Palisander über Afromosia und Namen die ich nicht mal aussprechen konnte zeigten ihre unterschiedlichen Maserungen und ebenso exotischen Farbgebungen.
Es war also so gut wie alles da was das Herz begehrt nur nicht das was ich brauchte. Nämlich Sipo-Mahagoni in 2,5er Stärke zur Formverleimung der Knie. Zunächst entschied ich mich für eine Alternative in Esche die einen hübschen Kontrast versprach zu dem roten Mahagoni denn dafür gab es auch ein paar Messerreste(Bretter die beim Furnierschneiden übrigbleiben). Die konnte ich verwenden als Rand- und Zierleisten sowie, in weiterer Überlegung, als Aufdopplung des Ruderblattes. Dann würde mein vorhandenes Mahagoni zu Hause ausreichen.
Nach weiterer Überlegung entschied ich mich dann für ein etwas dunkleres Sapeli-Mahagoni weil die Knie, welche später auf die Sitzbänke geschraubt werden, doch wiederum einen besseren Kontrast zu der dann verwendeten Douglasie passen als die helle Esche. Farblich bin ich also einmal im Kreis gerannt.
Letztendlich bin ich also hinausmarschiert mit zwei Eschebrettern aus denen ich helle Aufleistungen, Zwischenlagen zur Formverleimung der Ruderpinne und einen hellen Ruderkopf machen kann und dunkelrotes Sapeli-Mahagoni für Formverleimungen mit engem Radius das einen sehr guten Kontrast zur später eingesetzten Douglasie geben wird.
Die Fahrt nach Hause verlief leicht, locker, beschwingt und wirklich gut gelaunt. Wird doch die zweite Rumpffarbe das Bootche noch ein bisschen interessanter machen.

Sonntag, 19. Juli 2009

Regentage

So Schmuddelwetter hat ja auch sein gutes. Wenn man gerade ein Bootchen baut. So hat es dieses Wochenende gereicht um den äusseren Steven und den Kiel endgültig anzupassen und zu montieren. Im Vorfeld hatte ich den Bugbereich schon mal geschliffen so das es mit dem Steven davor nicht mehr allzu schwierig wird.
Stevenverleimung
Dann konnte ich auch gleich noch die Bilgerunners(Schlingerleisten) aufleimen. Sie sind wohl dafür da dass das Bootche nicht zu wackelig wird und etwas ruhiger im Wasser liegt. Laut Plan waren zwei Massivholzleisten mit einem Querschnitt von 20 x 20mm vorgesehen. Ich habe die auch gemacht musste dann aber feststellen das sie nicht zu montieren waren. Die Leisten waren zu stark um mit Schrauben die nur 10 mm in die Planke eindringen dürfen die Biegung zu halten. Sie wären ausgerissen. So habe ich dann als Alternative 3 mal 6er Sperrholzleisten genommen. Die untere wurde in die Planken geschraubt und die beiden oberen jeweils wiederum mit Schrauben darauf.
Der neue Multimaster von Fein läuft hervorragend. Es macht richtig Spass damit die Planken zu schleifen und zunächst vom gröbsten Dreck und Epoxigeschmiere zu befreien.
So hat es denn am Sonntag noch gereicht um sämtliche Planken, den Kiel und den Steven mit 80er Körnung vorzuschleifen.
Geschliffen

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