Dienstag, 4. August 2009

Es ist ein Boot

In der Tat. Nachdem es nun richtig herum steht kann man es eindeutig erkennen. Die Rundungen sind da wo sie hingehören und sie sind geradezu betörend. Jetzt weis ich auch warum Bootche weiblich sind :-)
Ein-Boot
Es fehlen noch die Scheuerleisten an der oberen Planke und sämtliche Innereien wie die Sitzbänke, der Schwertkasten, die Bodenbretter, der Mast und die Spieren. Vorher kommt allerdings noch das lästige abschleifen der Epoxireste.
Davor kommt allerdings erst mein Urlaub an der Ostsee. Man muss ja auch mal segeln und nicht nur Segelbootche bauen gell?

Donnerstag, 30. Juli 2009

Knie

Sodele, das erste Knie ist verleimt. Ich verwende dazu 2,5er Sapeli-Mahagonifurnier. Es ist zwar etwas dunkler als das bisher verwendete Sipo aber das macht jetzt nix. Die Knie sitzen später an der Bordinnenwand und werden mit den Sitzbänken aus Douglasie verbunden.
Die Verleimung der dünnen Furnierlagen ist ein totaler Scheiss. Bis die beidseitig eingestrichenen Furnierlagen zusammengelegt und in der Form sind bin ich mit total mit Epoxi verschmiert. Die zusammengesetzten dünnen Furnierlagen sind quasi ein einziger Kleberhaufen.
Knieverleimung
Ich befürchte allerdings das die Verleimung so nix wird. Das Presstück ist zu unflexibel und die einzelnen Lagen sind nicht überall press zusammen. Ich werde wohl zunächst ein anderes Zulagenstück verleimen müssen das flexibel ist und die Furniere besser zusammenpresst. Sonst habe ich offene Fugen.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Scheuerleiste

Die erste Leiste in Esche von insgesamt sechs sitzt.
Die Leiste benötigt sehr viele Klemmen und Zwingen weil sie durch den starken Twist verdreht und ohne Druck nicht überall sauber anliegen würde.
Scheuerleiste
Die unterste(oberste)Leiste am Plankenrand wird geleimt wenn der Rumpf gedreht ist. Dann kann ich die Schraubzwingen besser ansetzen und die Leiste genauer am Rand ausrichten.

Montag, 27. Juli 2009

Material und Farbenspielchen

Auf die letzte Planke soll noch eine Zierleiste und dann am Griffrand die innere und äussere Randleiste kommen. Nachdem ich mein verbleibendes Mahagoni ausgemessen habe stellte ich fest das ich dann nichts gescheites mehr übrig habe für das Ruderblatt. So musste ich mir zunächst über die weitere Vorgehensweise ein paar Gedanken machen.
Ich überlegte hin und her wie ich alternativ das Ruderblatt machen sollte. Aus 15er Sperrholz oben mit etwas massivem Mahagoni aufgedoppelt oder doch lieber komplett aus massivem Mahagoni, sauber verleimt und vielleicht mit hellen Adern im Stoss dazwischengelegt. Die Ruderpinne soll ja auch Formverleimt werden und klassischerweise bekommen die einzelnen Lagen eine helle Schicht dazwischen. Die äusseren und inneren Zierleisten an der oberen Planke aus Mahagoni oder farblich abgesetzt in schönen hellen Escheleisten die später einen Kontrast geben zu dem dunkelroten Mahagoni?
Während ich so hin und her überlegte machte ich zwischenzeitlich die Formschablone für die Knie welche die Bordwand mit den Sitzbänken verbinden und eine Verleimvorrichtung für eine schön geschwungene Ruderpinne dessen Bogenlinie ich auch erst in mehreren Versuchen festlegen musste. Schließlich soll die ja auch etwas fürs Auge werden gell?
Pinnenschablone
Fest stand jedenfalls das der vorhandene Rest der fetten Mahagonibohle von 4,5 Metern nicht ausreicht um alles herauszuschneiden was ich noch brauchte. Der Verschnitt ist doch ernorm groß bei solchen Sachen.
So machte ich einen Kurztrip zu einem Holz- und Furnierhändler in der Nähe um mal zu gucken was zu holen ähh zu machen ist. Ich brauchte sowieso noch etwas 2,5er Furnier für die Formverleimung der Knie.
Für einen Hobbybootchebauer wie mich war es mal wieder wie im Paradies. Edelste Furniere aller Art stapelten sich in einer klimatisierten Halle. Feinstes Kirschbaum saß neben schwarzem Nussbaum und etwa 5 verschiedenen Ahornarten und Zirbelkiefern. Die Tropenhölzer von Palisander über Afromosia und Namen die ich nicht mal aussprechen konnte zeigten ihre unterschiedlichen Maserungen und ebenso exotischen Farbgebungen.
Es war also so gut wie alles da was das Herz begehrt nur nicht das was ich brauchte. Nämlich Sipo-Mahagoni in 2,5er Stärke zur Formverleimung der Knie. Zunächst entschied ich mich für eine Alternative in Esche die einen hübschen Kontrast versprach zu dem roten Mahagoni denn dafür gab es auch ein paar Messerreste(Bretter die beim Furnierschneiden übrigbleiben). Die konnte ich verwenden als Rand- und Zierleisten sowie, in weiterer Überlegung, als Aufdopplung des Ruderblattes. Dann würde mein vorhandenes Mahagoni zu Hause ausreichen.
Nach weiterer Überlegung entschied ich mich dann für ein etwas dunkleres Sapeli-Mahagoni weil die Knie, welche später auf die Sitzbänke geschraubt werden, doch wiederum einen besseren Kontrast zu der dann verwendeten Douglasie passen als die helle Esche. Farblich bin ich also einmal im Kreis gerannt.
Letztendlich bin ich also hinausmarschiert mit zwei Eschebrettern aus denen ich helle Aufleistungen, Zwischenlagen zur Formverleimung der Ruderpinne und einen hellen Ruderkopf machen kann und dunkelrotes Sapeli-Mahagoni für Formverleimungen mit engem Radius das einen sehr guten Kontrast zur später eingesetzten Douglasie geben wird.
Die Fahrt nach Hause verlief leicht, locker, beschwingt und wirklich gut gelaunt. Wird doch die zweite Rumpffarbe das Bootche noch ein bisschen interessanter machen.

Sonntag, 19. Juli 2009

Regentage

So Schmuddelwetter hat ja auch sein gutes. Wenn man gerade ein Bootchen baut. So hat es dieses Wochenende gereicht um den äusseren Steven und den Kiel endgültig anzupassen und zu montieren. Im Vorfeld hatte ich den Bugbereich schon mal geschliffen so das es mit dem Steven davor nicht mehr allzu schwierig wird.
Stevenverleimung
Dann konnte ich auch gleich noch die Bilgerunners(Schlingerleisten) aufleimen. Sie sind wohl dafür da dass das Bootche nicht zu wackelig wird und etwas ruhiger im Wasser liegt. Laut Plan waren zwei Massivholzleisten mit einem Querschnitt von 20 x 20mm vorgesehen. Ich habe die auch gemacht musste dann aber feststellen das sie nicht zu montieren waren. Die Leisten waren zu stark um mit Schrauben die nur 10 mm in die Planke eindringen dürfen die Biegung zu halten. Sie wären ausgerissen. So habe ich dann als Alternative 3 mal 6er Sperrholzleisten genommen. Die untere wurde in die Planken geschraubt und die beiden oberen jeweils wiederum mit Schrauben darauf.
Der neue Multimaster von Fein läuft hervorragend. Es macht richtig Spass damit die Planken zu schleifen und zunächst vom gröbsten Dreck und Epoxigeschmiere zu befreien.
So hat es denn am Sonntag noch gereicht um sämtliche Planken, den Kiel und den Steven mit 80er Körnung vorzuschleifen.
Geschliffen

Dienstag, 14. Juli 2009

Werkzeug

Mal wieder.
Nachdem die Beplankung abgeschlossen ist, der Aussensteven und die Kielleiste vorbereitet sind, müssen zunächst die Planken geschliffen werden bevor die Teile aufmontiert werden. Sonst komme ich nicht mehr in die Ecken. Nach dem ersten Test um mit meinem alten Dreieckschleifer die feinen Planken vorne am Bug zu säubern stellte ich fest das dass alte Ding nix taugt. Die feinen Abstufungen der Überplattungen gehen glatt dabei drauf.
Da habe ich jetzt mal wieder in die Tasche gegriffen und es gleich richtig gemacht. Mit dem Ergebnis das jetzt ein Fein-Multimaster und auch gleich ein Band- und Tellerschleifer unterwegs ist.
Den letzteren brauche ich noch für diverse Kleinteile die noch im Innenausbau kommen. Er steht schon länger auf der Watchlist.
Man muss also nur ein Bootchen bauen und so kommt man an ein komplettes Set an erstklassigen Werkzeugen.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Der Aussensteven

Nachdem die Dübel grob gekürzt sind geht es als nächstes an das Anpassen des Aussenstevens. Die Plankenüberstände werden am Innensteven bündig geschliffen und die Rundung solange angepasst bis der äussere Steventeil überall satt anliegt. Er wird an den Enden auf das passende Mass gekürzt und bekommt oben(also unten) eine Ausklinkung für die Kielleiste die zwischen Skeg und Steven gesetzt wird.
Aussensteven
Später wird er noch abgeschrägt und auf die genaue Breite gebracht so das die Stirnkanten der Planken genau abgedeckt sind.
Aber das wird eine andere Geschichte.

Dienstag, 7. Juli 2009

Verdübeln

Etwa gefühlte 1 Million Schraubenlöcher am Steven und am Spiegel wurden mit Querholzdübeln verschlossen. Na ja, nicht ganz eine Million aber doch etliche. Die Schrauben wurden jetzt, nach dem Aushärten des Klebers nicht mehr gebraucht, sie waren sowieso nur als Montagehilfe notwendig wegen des sehr starken Twistes der Planken. Ein Paar sind mir beim herausdrehen abgerissen. Auch gut bleiben sie eben drinnen. Der korrekte Sitz der Schrauben(Dübel) sind auch ein nicht zu unterschätzendes optisches Element. Sie treten später nach dem lackieren sehr stark in Erscheinung. Deshalb habe ich da wo ein paar fehlten einfach noch ein paar Löcher gebohrt und auch dort Dübel gesetzt.
Verduebeln
Nicht überall ist es mir gelungen den richtigen Abstand zu finden. Das liegt daran das die Auflagefläche am Steven teilweise gerade mal 15-20 mm breit ist und dann das die Planken beim verleimen zunächst unterschiedlich überstehen. Ein genaues anzeichnen ist nicht möglich und wenn die Betrachterlinie etwas verrutscht sitzt der 8 mm Dübel zu sehr am Rand. Na ja, Handgewebte Teppiche erkennt man auch daran das sie einen Webfehler haben. Das macht sie besonders Wertvoll.
Warum sollte das an einem Bootchen nicht auch gelten?

Acorn Tender

Entstehung eines Tenders

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Thomas (Gast) - 13. Dez, 10:08
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Cool, sieht total lauschig aus dein Boot, das macht...
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impressive, most impressive
wie weit bist du denn mit dem bau? liegst du im zeitplan? wo...
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Stockfisch - 21. Jul, 23:03

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