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Donnerstag, 3. Dezember 2009

Mast und Spierenverleimung

Puhh, gar nicht so einfach 3 Meter lange Bretter an der Tischkreissäge in Streifen aufzutrennen. Der Mast wird 3-schichtig verleimt und die Spieren 2-schichtig.
Plangehobelt habe ich die langen Dinger mit der Handhobelmaschine. Die Hobelbreite der kleinen Bosch reicht dazu gerade aus.
Zunächst müssen die verleimten Teile aushärten, dann werden sie quadratisch gehobelt und aus dem Quadrat wird dann ein Achteck, dann ein 16eck, ein 32eck oder fast rund. Irgendwann jedenfalls ganz rund. So stehts zumindest im Booklet.
Mastverleimung
Ich habe die Verleimung dieser Teile vom Ablauf her etwas vorgezogen weil ich damit rechne das demnächst die Temperaturen zu weit heruntergehen so das dass Aushärten des Epoxis zu lange dauert um eine gute Verbindung zu gewährleisten.
Fertigstellen kann ich die Teile immer noch wenn es zum verleimen zu kalt ist.

Samstag, 28. November 2009

Ruder und Pinne

Das Arrangement ist zum lackieren fertig.
Ruder-und-Pinne
Die Pinne ist für das durchstecken am Ruderblatt etwas ausgeklinkt und hat hinten einen kleinen Schlitz für ein Keilchen das bewirkt das die Pinne im Ruderblatt fixiert ist und nicht herausfällt.
Ruderdetail
Ich bin ein bisschen verliebt :-)

Dienstag, 24. November 2009

Das Ruderblatt

Mangels ausreichendem Massivholz wird es aus einer 15er Bootsbausperrholzplatte gefertigt. Oben kommen seitliche Aufdopplungen in Eschenholz farblich passend zur Zierleiste des Rumpfes so das im Ruderbeschlagsbereich eine Gesamtstärke von 38 mm entsteht.
Auf einem starkem Karton machte ich zunächst ein Zollraster auf dem ich die Form freihändig anhand der kleinen Skizze der Pläne übertrug. Mit einem Cuttermesser schnitt ich die Form heraus und übertrug diese dann auf die Sperrholzplatte.
Ruderschablone

Ruderblatt
Die Aufdopplungen in Esche wurden dann auf die Höhe der Pinne mit der Oberfräse 2,5 mm genutet und das Blatt selbst in diesem Bereich an der Kreissäge getrennt so das im verleimten Zustand eine Öffnung zum durchstecken der Pinne entsteht.
Ruderaufdopplung
Die Öffnung sollte mit 20 mm etwas breiter sein als das eigentliche Blatt von 15 mm weil die durchgesteckte Pinne sonst zu schwach wäre und ausserdem wiederum aussen einen Schlitz bekommt durch den ein Keilchen gesteckt wird damit die Pinne fixiert werden kann und nicht herausfällt.
Die unteren Kanten des Ruderblattes wurden dann stromlinienförmig geformt und die Übergänge zu den geraden Kanten möglichst elegant und fließend ausgeführt.
Der Bogen der Aufdopplung sollte in etwa den Radius haben den das Blatt an der hinteren Kante führt.
Ruderprobe

Dienstag, 17. November 2009

Die Rückbank

Die Auflagen wurden wie die Sitzbretter auch aus Douglasie allerdings in der Stärke von 11 mm gehobelt. Die Aufteilung gestaltete sich etwas heikel weil die Bretter teilweise nur 135 mm breit waren und zudem die Schräge der Bordwände aufgenommen werden musste. In der gleichmäßigen ungeraden Aufteilung, so dass das mittlere Brett in der Mitte sitzt, waren die Hölzer nicht breit genug und das mittlere in der Optik passend zu den anderen viel zu breit. Somit habe ich einen Trick mit schmalen Zwischenleisten angewendet. Die Gesamtbreitenmasse wurden zunächst auf zwei Leisten übertragen die auf eine Arbeitsunterlage genagelt wurden.
Heckbrettchen
Darauf konnte ich die Einteilung entwickeln und die unterschiedlichen Schrägen der einzelnen Brettchen abnehmen. Die Brettchen wurden der Optik wegen alle konisch, hinten schmal und vorne breit, geschnitten.
Nach dem Probeliegen im Rumpf wurde dann die Länge der Brettchen und damit der Überstand an der Traverse festgelegt.
Heckbank
Die Teilchen werden zum Ende des Bootsbaus nur noch verschraubt

Mittwoch, 11. November 2009

Die Dollbords

Auf die Innenseite des Rumpfes kamen gegenüberliegend zur Scheuerleiste zunächst kleine Klötzchen die der besseren Optik wegen mittels Bohrer „abgeschnitten“ wurden und somit an den Stirnseiten etwas hohl gerundet sind.
Kloetzchen
So einsteht gleichzeitig mit der besseren Optik ein sauberer Anschluss zum daraufliegenden innen liegenden Dollbord(Randleiste) und durch die Schießschartentechnik(im englischen Bauplan heissen die Dinger auch Gunwales) eine Möglichkeit das innen nasse Boot einfach auf die Seite zu kippen und dann das Wasser schön herauslaufen zu lassen. Sie wurden zunächst alle einzeln an die Innenseiten der Planken geklebt.
Gunwales
Den Abschluss am Spiegel bilden abgerundete Ecken die von der Aussenseite auch verschraubt sind.
Spiegelverstrebung

Spiegelverstrebung-2
Das einpassen der Dollbords in einem Stück zeigte sich durch die starke Krümmung der Planke und den starken Twist im Bugbereich als unmöglich. Es rutschte weg bzw. ich konnte es erst gar nicht ansetzen um die Länge zu ermitteln. Deshalb wurden sie in der Mitte zum Stückweisen einpassen getrennt. Am Stoss wurden sie auf die Länge der 6-fachen Leistenstärke angeschrägt(geschäftet) so das es nicht sehr auffällt.
Dollbords
Es wird noch alles sauber ebengeschliffen, die Kanten in den Schießscharten gerundet und die Längskanten schön griffig gerundet.
Dollbord
Die unteren Kanten werden ganz zum Schluss abgerundet wenn gewährleistet ist das keine Latte als Hilfskonstruktion zum irgendwas verleimen oder ausmessen mit Schraubzwingen befestigt werden muss. Sind diese Kanten erst einmal abgerundet rutschen nämlich alle Schraubzwingen davon ab.

Die Pinne

Sodele. Die Pinne wäre wenigstens schon mal verleimt und ausgehobelt. Ich hatte die Schablone dafür schon vorbereitet und lange nach dem idealen Bogen gesucht. Das vordere Ende der Pinne sollte etwas höher liegen als am Ruderblatt aber trotzdem sollte Sie einen schönen Schwung haben damit sie auf der achterlichen Sitzducht nicht an den Knien anstößt.
Pinnenverleimung
Sie wird vorne zum Handgriff hin noch verjüngt und etwas rund geformt so das sie dort einen Querschnitt von etwa 20 x 20 mm bekommt. Am Ruderbereich wird sie dann etwas ausgeklinkt und bekommt einen kleinen Schlitz durch den ein Haltekeil gesteckt wird.
Ich habe sie zweifarbig gemacht aus Mahagoni und Esche.
Pinne
Das wird recht gefällig aussehen und zum zweifarbigen Ruder passen denke ich.

Montag, 9. November 2009

Duchten

Nachdem der Schwertkasten eingesetzt ist habe ich auch die genaue Höhe der Sitzbank die daran anschließt. Die Sitzbank selbst wurde bei dieser Gelegenheit auch gleich ausgehobelt damit beim ansetzen der Duchten gleich alles im Original und ein genaues ausmessen möglich ist.
Sitzbrett
Die Platzierung der Duchtweger musste noch etwas nach Achtern korrigiert werden und mit der Sitzbank konnte dann mittels Abstandsmessung zum Spiegel der rechtwinkelige Sitz zum Kielschwein geprüft werden.
Duchtweger
Die Sitzbänke sollen ja nicht schief im Boot eingebaut sein gell?

Dienstag, 27. Oktober 2009

Der Schwertkasten

Die Seiten werden aus 6er Sperrholz und die Stirnkanten aus 25er Fichte(war grad nix anderes da) gefertigt. Die Seiten sind ausgeklinkt und laufen in den Kielschlitz bis unten durch und oben sitzt der Kasten stirnseitig auf den Bodenwrangen auf. Vor dem verkleben des Kastens werden die Innenflächen zweifach mit Epoxi behandelt um das Wasser abzuhalten. Nach dem verleimen ist da nix mehr zu machen.
Kastenseite

Kasten
Wenn man etwas knapp bemisst kann es auch passieren das es zu knapp ist. So musste ich dann die Stirnseiten etwas mit Furnierlagen aufdoppeln damit der Kasten auch genau Bündig ist mit den Kanten der Bodenwrangen. Diese werden nämlich auch wiederum abgedeckt durch Mahagoniebrettchen.
Aufdopplung
Oben bekommt der Schwertkasten eine Abdeckung mit einem eingefrästem Schlitz für das Schwert der in der Oberkante mit der anschließenden Sitzbank bündig sein soll.
kastenabdeckung
Abdeckleisten am Kielschwein und auch oben geben dem Ganzen noch einmal Verstärkung.
Zunächst wurde der Kasten verleimt, dann die oberen Verstärkungen angebracht und anschließend der Kasten einschließlich unterer Abdeckleisten mit dem Kiel verleimt.
kastenleisten

Verleimung
Die Ausrichtung in das Lot bedurfte einer kleinen Hilfskonstruktion mit Richtbrett, Wasserwaage und Senklot. Schließlich soll der Kasten senkrecht zum Boot stehen damit das durchgesteckte Schwert nicht schief im Wasser liegt und damit zu ungewöhnlichen Segeleigenschaften führt.
Senklot
Die obere Abdeckung und die stirnseitigen Abdeckungen folgten zum Schluss, Ich denke das die Verstärkungen in Verbindung mit den durchgehenden Seiten ausreichend sind um bei einer Grundberührung mit gestecktem Schwert ein ausreißen zu verhindern.
Verleimung-2
Jedenfalls sieht das ganze sehr stabil aus.
Nur-noch-schleifen

Sonntag, 18. Oktober 2009

Das Bugband

An den Steven kommt ein Holzteil das die späteren inneren Randleisten zusammenführt. Es wurde zweiteilig auf Gehrung verleimt und dann genau in die Rundung eingepasst.
Zum verleimen verwendete ich zwei lange Holzdübel die eingebohrt wurden und dann kamen Außen die beiden Ausschnitte des Gehrungsschnittes dran um die Schraubzwinge am wegrutschen zu hindern.
Bugband-1

Bugband-2
Die Aussenkanten passte ich dann zuerst an weil ich zum prüfen der Passgenauigkeit am Boot Schraubzwingen ansetzen musste. Nachdem der Winkel der nach innen verlaufenden Planken eingestellt war konnte ich den inneren Bogen ausschneiden und mit Schleifmaschine und Ziehhobel schön gleichmäßig ausrunden.
Bugband-3
Zur endgültigen Montage am Bug verwendete ich Schrauben die von außen durch die Randleiste gehen. Die Schraubenlöcher werden später noch mit Holzpfropfen verschlossen. Schraubzwingen konnte ich jetzt wegen des Bogens keine mehr ansetzen. In die Ausklinkungen fasst später die innere Randleiste.
Bugband-4

Acorn Tender

Entstehung eines Tenders

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