Mittwoch, 22. April 2009

Annäherungen II

So langsam wird’s. Die eine Planke passt schon mal ganz gut. Im vorderen Bereich musste sie mit einem Falz so angepasst werden das sie am Steven genau in einer Flucht mit der darüber liegenden steht. Gar nicht so einfach das ganze so zu fälzen das es genau passt denn die Winkel sind nicht rechtwinkelig sondern abfallend wegen der Schräge der Beplankung. Planke-gefaelzt
Ich habe etwa 6 mal angesetzt und dann wieder nachgearbeitet. Aber im Trockenlauf sieht das ganze recht gut aus.
Die gegenüberliegende Planke werde ich erst anpassen wenn die erste verleimt ist damit ich genau weis wo sie im unteren Ende ausläuft.

Zuvor jedoch muss erst der Skeg gefertigt und zum Spiegel hin genau in die Mitte gesetzt werden. Er wird von innen durch den Kiel mit ein paar Schrauben festgemacht. Bevor ich also von innen nicht mehr drankomme weil vor lauter Planken alles zu ist muss eben dieses Teil zuerst. Also vor noch dem zweiten Plankengang.
Aber das wird eine andere Geschichte.

Freitag, 17. April 2009

Annäherungen

Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste oder gut Ding will weile haben.
Beim zweiten Plankengang muss ich mich vorsichtig herantasten. Die Planken müssen sauber aufliegen damit und der Rundung angepasst werden. Lieber ein oder zweimal zuviel nachmessen als eine zerschnittene Planke wegwerfen.
Anpassen

Schablone
Die Schablone muss noch nachgearbeitet werden. An manschen Stellen steht sie doch noch zu weit vor. Aber das kommt nächste Woche.
Zunächst mache ich einen kleinen Ausflug nach Holland zu einer Bootsbauerschule die am Sonntag Tag der offenen Tür hat. Ein bisschen ausspähen kann nicht schaden.

Mittwoch, 15. April 2009

Klemmen

Iain Oughtreds Spezialzwingen für die Plankenverleimung. Schnell, viel, vor allem günstig und durchaus praktisch.
Klemmen
Durch die Verwendung von ein paar Resten der Multiplexplatten für die Mallen sogar auch noch recht belastbar. Die Brettchen reißen nicht sondern geben dem Keil nach so das doch recht viel Druck auf die zu verleimenden Planken ausgeübt werden kann. Der Schneiderest der großen Platte hat gereicht für 20 Stück von diesen Dingern.
Ansonsten, die Vorbereitung für den zweiten Plankengang ist im vollem gang. Der Spiegel will die Aussparung angepasst haben, die erste Planke will an der Auflagefläche abgeschrägt werden und nicht zuletzt ganz besonders tricky die Aussparung für den Falz am Steven damit die beiden Planken dort nicht mehr überlappen sondern ineinander laufen.
Aber zunächst erst mal die Schablone für den zweiten Plankengang. Ein ziemlich krummer Hund wie man jetzt schon sieht.
Plankenschablone
Der Twist ist auch an dieser nicht ohne so das es schon beim schneiden der Schablone schwierig wird. Ich werde hier mächtig aufpassen müssen das die Planke überall gleichmäßig mit dem richtigen Mass aufliegt.

Donnerstag, 9. April 2009

Die zweite Planke

Hat etwas besser geklappt. Ein gewisser Lerneffekt ist also nicht ausschliessbar. Mangels Platz auf der gegenüberliegenden Seite des Kiels, wo jetzt die erste Planke sitzt, konnte ich ein paar Schraubzwingen nur über Hilfsmittel ansetzen. Ich musste zunächst Leisten schneiden und seitlich an die Mallen festzwingen und an diesen Leisten wiederum mit einer Zwinge die Planke nach unten drücken bis sie am Kiel festgeschraubt ist. Die Befestigung am Steven war wegen des sehr starken Twistes trotzdem nicht weniger fummelig weil die Planke auf dem rutschigen Epoxidharzbett die Neigung hat nach oben aus der Schräge zu rutschen.
Second-Plank
Aber was muss das muss und morgen geht es endlich aufs Revier zum segeln. Die Verleimung kann ohne mich aushärten.

Dienstag, 7. April 2009

Die erste Planke

Die Sau. Hat die sich gewehrt.
Die Schnittschablone machte ich aus billigem Sperrholz und nach langem anpassen und nachhobeln legte ich zwei der guten Bootsbausperrhölzer übereinander und legte die Schablone darauf um die Linien zu zeichnen.
Das schneiden mit der Stichsäge klappte ganz gut. Ich musste aber doch die Schnittkante nachhobeln um die Unregelmäßigkeiten sauber zu bekommen.
Ich hatte nun zwei Planken die absolut identisch waren. Es war noch etwas Feinarbeit notwendig und dann kam es. Das 6 Millimeter starke Sperrholz wird am vorderen Teil, am Steven, sehr stark getwistet. Bei der ersten, der unteren Planke ist das leider so durch die Formgebung. Ich musste den enormen Druck mit Schrauben förmlich erkämpfen. Nach einem Trockenlauf schien auch alles zu klappen. Die Planke lag überall schön an den schräg nach unten laufenden Mallen an und ich machte den Epoxi-Gang.
Erst mit dünnem Epoxidharz beide Seiten einstreichen und dann mit verdicktem Harz die eine Fläche satt auftragen. Nun wollten aber irgendwie die Schrauben nicht mehr dahin wo sie hinsollten und das Verleimen der Planke wurde zum Horrortrip. Entweder machte sie einen Bogen oder sie lief irgendwo weg oder lag nicht mehr richtig an den Mallen an. Mit Schraubzwingen und ein paar Schraubenlöchern mehr als geplant habe ich sie dennoch so hinbekommen wie sie sollte.
Die Schrauben die man vorne auf dem Foto sieht werden nach dem Aushärten entfernt und noch einmal etwas versenkt. Dann kommen später Querholzstopfen darauf so das es sauber aussieht. Es hätten eigentlich gar nicht so viele sein sollen aber 3 Stück davon sind mir abgerissen.
First-Plank
V4A Schrauben abgerissen. Das muss man sich mal vorstellen.
Ich sehr gespannt ob die Planke nach dem abnehmen der kleinen Zwingen noch hält oder doch abreisst.

Dienstag, 31. März 2009

Straken II

Mit dem Straken bin ich zunächst einmal fertig. Es werden noch ein paar Feinarbeiten zu machen sein aber das nehme ich mir während des peplankens vor.
Als nächstes ist jetzt die Vorbereitung für die erste Schnittschablone an der Reihe dann werde ich sehen wo noch Nacharbeiten an der Kielleiste und des Stevens zu machen sind.
Kielleiste

Strak

Feine-Werkzeuge

Montag, 30. März 2009

Straken

Die Kanten des Kiels und des Stevens müssen nun an die Schräge der Mallen angepasst werden(straken). Ich verwende dazu Strakleisten die den Bogen der späteren Planken zeigen. Der Steven behält dabei vorne ein fixes Breitenmaß während sich der Strak je nach Stevenbogen im Neigungswinkel verändert. Auch die Kielleiste bekommt eine unterschiedliche Schräge. Eine heikle Sache denn die Abschrägungen müssen genau dem Einlaufwinkel der Planken entsprechen. Dies ist bisher die schwierigste Aufgabe die mir entgegenkommt. Die verschiedenen Winkel müssen genau passen und wenn etwas zuviel abgenommen wird muss ich die gegenüber liegende Seite anpassen. Ich verwende für die groben Arbeiten am Steven den Bandschleifer, an der breiten Kielleiste einen Elektrohobel und für die genaue Anpassung zwei neue Werkzeuge die ich extra dafür im Internet geordert habe.
Einen kleinen Einhandhobel mit Flachwinkel mit der Bezeichnung 60 ½ von Stanley und einen Ziehhobel von Veritas. Beides sind sehr feine Werkzeuge auf die auch Bootsbauer aus dem Woodenboatforum schwören, was ich mittlerweile auch bestätigen kann, welche aber im Fachhandel bei uns nicht zu bekommen sind. Anscheinend gibt es nicht sehr viele Bootchebauer hier auf dem trockenen Landesinneren die so etwas brauchen können. Meine beiden guten Putz- und Doppelhobel von Ulmia sind dazu zu groß. Mit denen würde ich ständig an die Kanten der Mallen donnern. Es sind eben doch mehr Möbelbauerwerkzeuge. Gut das es Internetwerkzeugshops gibt.
Ach ja, die Vorgehensweise:
Leiste ranhalten, übers linke Auge peilen, straken, Leiste ranhalten übers rechte Auge peilen, straken, zur anderen Seite wechseln, Leiste ranhalten, übers linke Auge peilen, straken, Leiste ranhalten übers rechte Auge peilen, straken, messen ob nix schief wird, andere Seite, Leiste ranh...
Stundenlang.
Bilder folgen

Sonntag, 22. März 2009

Meilenstein

So das Gerippe ist nun verleimt. Den Kiel machte ich aus zwei Teilen die jeweils 10 mm Stark sind. So lässt er sich leichter biegen. Der Biegeradius am Heck zum Spiegel hin ist doch sehr eng so das es selbst mit den 10er Leisten ein ziemlicher Kraftakt war. Ich habe vorsichtshalber am Steven und am Spiegel zusätzlich VA-Schrauben verwendet. Nicht das mir irgendwann einmal Risse auftauchen.
Bei der Probe zeigte sich das sich der Kiel nach der Abnahme der Zwingen durch die Spannung in der Mitte nach oben wölbte. Ich hoffe das sich das durch die zweite Kielleiste und die damit erreichte Formverleimung weitgehend eliminiert.
An Schraubzwingen habe ich alles aufgeboten was da war. Selbst die kleinen Spannklemmen. Ich denke mir dabei viel hilft viel.
Kielverleimung
Spannende Sache

Acorn Tender

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